Art. 13 dsgvo Muster mitarbeiter

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So kann letztlich die Diskussion, ob ein Erheben stattfindet oder nicht, in der Praxis dahinstehen: Der potenzielle Arbeitgeber übernimmt diese Daten üblicherweise in seine Systeme und speichert sie dort. Art. 13 und 14 DSGVO verpflichten Verantwortliche, betroffene Personen, von welchen personenbezogene Daten erhoben werden, über diese Datenerhebung zu informieren. Die Information hat unter Berücksichtigung der spezifischen Umstände der Verarbeitung der personenbezogenen Daten innerhalb einer angemessenen Frist nach Erlangung der personenbezogenen Daten, Unternehmen sollten direkt in den Stellenanzeigen auf die Webseite verweisen, die die Datenschutzinformation für Bewerber bereitstellt. Auch wenn dies nach dem Wortlaut der DSGVO etwas zu spät ist: Eine andere praktische Möglichkeit ist bislang nicht in Sicht. Es handelt sich hier um eine Direkterhebung personenbezogener Daten von Betroffenen. Der Anwendungsbereich der DSGVO (und des BDSG) ist somit eröffnet und Sie als Verantwortlicher müssen dem Bewerber eine Betroffeneninformation zukommen lassen. Das passende Muster hierfür ist freilich „Datenschutzinformation Muster – Bewerber“. Auch der Zweck der Datenverarbeitung ist eindeutig: Sie benötigen die Daten um eine Auswahl von geeigneten Beschäftigten treffen zu können – Ihr Zweck ist daher in erster Linie die Begründung eines Beschäftigungsverhältnisses.

Selbstredend ist eine Datenverarbeitung hierfür datenschutzrechtlich auch zulässig – die entsprechende Rechtsgrundlage ist dabei Art. 88 DSGVO i. V. m. § 26 BDSG. Silvia C. Bauer Silvia C. Bauer ist Rechtsanwältin bei der Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH in Köln mit Schwerpunkt Datenschutzberatung. Hierzu können Sie das Muster eines Informationsblattes und die dazu als Anhang beizufügende Tabelle nutzen. Passen Sie die gelb markierten Passagen auf Ihre Organisation an und löschen Sie die Hinweise in Rot! Damit musste der Verantwortliche selbst aktiv werden.

Allein das Erhalten oder Empfangen von personenbezogenen Daten ohne eigenes Zutun war danach kein Erheben. Dies gilt, wenn Sie personenbezogene Daten erhalten: Wenn die Daten vor dem 25.05.2018 erhoben wurden, müssen Sie dies nicht. Die Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit e.V. (GDD) geht in ihrer “GDD-Praxishilfe DS-GVO VII” davon aus, dass es keinen Transparenz-Reset gibt. Da die Erhebung vor dem Inkrafttreten der DSGVO geschehen ist, besteht auch keine Notwendigkeit der Information. Beachten Sie hierbei aber das Transparenzgebot, d.h. ein Betroffener muss schnell erkennen können, wie seine Daten verarbeitet werden. Es bietet sich also hier an, die einzelnen Bereiche klar abzugrenzen. Datenschutzinformation Muster – Interessenten/Kunden Neben den Informationen auf der Webseite müssen Unternehmen in diesem Fall mit der Eingangsbestätigung ihre Informationen übermitteln. Die DSGVO erlaubt es, in den nachstehend dargestellten Ausnahmefällen von der Information der betroffenen Personen abzusehen: Die DSGVO kennt solche Beschränkungen nicht.

Zudem kommt es auch in den Fällen, in denen der Betroffene seine Daten unaufgefordert an den potenziellen Arbeitgeber übermittelt, in der Regel zu einer Erhebung bzw. Speicherung der Daten. Beachten Sie hierzu auch das Kurzpapier der Datenschutzkonferenz „Auskunftsrecht der betroffenen Person, Art.